Viele Arbeitsplätze wird es in der Zukunft so nicht mehr geben. Und das ist gut.

Nach einem Jahr Corona-Pandemie sind wir der Frage nachgegangen, welchen Anteil die Pandemie und die vielen kurzfristigen Veränderungen in der Arbeitswelt durch die Pandemie an einer langfristigen Veränderung haben. Ist jetzt die Zeit für New Work gekommen? Werden die Mitarbeiter:innen nun von den Fesseln langweiliger Großraumbüros oder der Haltung in kooperationsfeindlichen Einzelbüros befreit? Oder ist die Reaktion der Arbeitswelt auf die Pandemie nur ein kurzfristiges Aufflackern neuer Möglichkeiten, die aber schnell wieder zum Opfer des tradierten Trotts werden?

Deshalb haben wir uns auf die Suche gemacht nach den langfristigen, empirisch belegten Entwicklungslinien der Arbeitswelt. Wir haben unzählige Studien gelesen, bewertet und mit unseren eigenen Erfahrungen aus der Entwicklung wertschätzender, wirtschaftlicher und visionärer Arbeitswelten abgeglichen. Eine Keimzelle der neuen Arbeitskultur ist für uns der Kundenservice. Hier arbeiten dialogstarke Teams immer schon mit klarem Fokus auf den Menschen. Herausgekommen ist eine Meta-Studie, die langfristige Trends darstellt und die Handlungsmöglichkeiten für das Management darstellt.

Wir sind fest davon überzeugt, dass die Pandemie in vielen Menschen etwas geweckt hat, dass sie Fragen aufgeworfen hat, die vorher nie Thema waren. Die Frage nach dem Sinn des eigenen Lebens und der Sinn der Arbeit stellt sich für viele heute anders. Viele haben sich in ihrer existenziellen Beklemmung von Arbeitgeber:innen nicht verstanden gefühlt. Einige haben Schlüsse gezogen und einen Schlussstrich: Sie haben den Arbeitsplatz gewechselt, weil die Arbeit subjektiv mit einem zu hohen Risiko für Leib und Leben verbunden war. Andere haben sich grundsätzlich entschieden, einem neuen Lebensentwurf zu folgen. Aber das ist natürlich nur ein Ausschnitt der arbeitenden Bevölkerung. Die meisten werden auch in der Zukunft der Erwerbsarbeit nachgehen, der sie vor 2020 bereits nachgegangen sind. Aber sie werden einen anderen Blick auf diese Arbeit, auf die Arbeitskultur und auch auf das Handwerkszeug Raum haben.

Aus der Perspektive der Arbeitgeber:innen und des Management betrachtet, sehen wir einen neue Menschlichkeit. Da wo vorher Zahlen im Mittelpunkt standen, sind heute Menschen mindestens ebenso wichtig geworden. Natürlich geht es darum, die Ressource Mitarbeiter:innen so effizient und zielführend wie möglich einzusetzen. Dazu gehört aber auch, dass diese Mitarbeiter:innen die Arbeitswelt vorfinden, die sie maximal produktiv macht. Im Büro genauso wie im Homeoffice. Es menschelt im Management. Das ist eine schöne Entwicklung, die Wertschätzung steigt.

Wir können die Zukunft naturgemäß nicht voraussagen. Gerade in den hektischen Zeiten der ausklingenden Pandemie, ist jede Prognose mit Vorsicht zu genießen. Aber wir alle – Sie und wir – können die Zukunft der Arbeit entscheidend gestalten. Geben wir Menschen die Freiheit, ihr Arbeitsleben zum Besseren zu beeinflussen. Dazu gehören neue Führungs- und Management-Ansätze, neue Arbeitswelten und ein unbedingtes Growth Mindset.

Studie „ReDesign Work“

Die vorliegende Meta-Studie stellt die wichtigsten Entwicklungslinien der Arbeitswelt anhand ausgewählter Studien zu Homeoffice, Work-Life-Balance, Management & Führung, agilen Organisationen, Demografie, Gewerbeimmobilien und IT-Outsourcing in einen Zusammenhang und entwirft eine Arbeitswelt mit den drei Arbeitsorten Host, Hood und Home, die als Antwort auf diese Trends verstanden werden. Dabei stellt diese Studie den Kundenservice als Quelle und Vorreiter einer neuen Arbeitskultur in den Mittelpunkt. Hier wird seit je her mit starkem Fokus auf den Menschen gearbeitet – auf Kund:innen wie auf Mitarbeiter:innen gleichermaßen. Die Corona-Pandemie hat viele Entwicklungen beschleunigt und an einigen Stellen transparenter gemacht. Sie ist allerdings nicht Ursache dieser Veränderung.

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